Interrail

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Abenteuer Langsamkeit: Europa erkunden per Interrail

Klar kann man sich ein Flugticket kaufen und irgendwo hinfliegen. Das geht schnell, ist oft sehr billig und dann – ist der Strand hässlich, das Wetter schlecht und vom Land sieht man ein paar Sehenswürdigkeiten und den Flughafen. Man kann es aber auch anders machen. Den Weg als Ziel nehmen, bleiben, wo es großartig ist. Abreisen, wenn es langweilig wird. Sich anderen Menschen anschließen, ein Stück gemeinsam fahren, leben, feiern, sehen, hören, riechen und schmecken. Unter 30 Ländern, hunderten von Städten, tausenden von Möglichkeiten wählen, geplant oder aus dem Bauch heraus. Schlafen im Hotel oder Hostel, auf dem Campingplatz, in Wohnungen oder auch mal am Strand, auf der Fähre, am Bahnhof. Oder natürlich: im Zug.

Freiheit mit wenig Gepäck

Der Zug ist das Zuhause des Interrailers. Der Zug ist sein Freund, das Zugfenster sein Fenster zur Welt, die Bahnhof nicht das Ziel, sondern Zwischenstation. Die Strände Spaniens, die antiken Stätten Griechenlands, der Luxus der Cote d’ Azur, die Clubs von London, die Sonnenuntergänge am Bosporus, die Kultur Bulgariens, das Essen Italiens, die weiten Blicke über die Pyrenäen: Das alles nimmt der Interrailer mit auf dem Weg. Und mit ihm viele, viele andere. Tausende, vor allem junge Menschen nutzen jedes Jahr das Interrailticket, um Europa zu bereisen. Frei, spontan und mit wenig Gepäck. Seit über 40 Jahren gibt es das Zugticket, mit dem man einen Monat lang fahren kann. Wohin man will, solange man will und wann man will! Der Global Pass kostet 435 Euro, es gibt aber auch günstigere Tickets für 10 Tage (181 Euro) oder 22 Tage (265 Euro). Welcher Pass für welche Vorhaben am besten geeignet ist und was man sonst beachten muss, steht hier: http://de.interrail.eu/.

Zum Ticket bekommt man eine Streckenkarte, außerdem verbilligte Angebote für Fähren und seit diesem Jahr sogar ein knallgrünes Armband. So können sich Interrailer gleich untereinander erkennen, austauschen, einander helfen oder sich zusammenschließen, um ein Stück des Weges gemeinsam zu reisen. Nötig ist das Bändchen aber nicht: Sie erkennen sich auch so, diese echten Reisenden. Am Leuchten des Augen, an den vielen Geschichten, die sie zu erzählen haben, an den großen Rucksäcken – und an der Gelassenheit, die man beim freien, wilden Unterwegssein hat. Oder lernt. Vergiss die Flugzeuge! Reise.